“Ich brauche einen Anlaufkondensator” höre ich oft von Kunden. Meist wird aber gar kein Anlaufkondensator gebraucht.
Wechselstrommotoren brauchen einen Betriebskondensator zum Anlaufen und für den Betrieb. Diese Kondensatoren bleiben ständig am Netz.
Anlaufkondensatoren dagegen müssen nach dem Anlaufen des Motors abgeschaltet werden. Sie werden nur bei Motoren höherer Leistung oder schwer anlaufenden Motoren parallel zum Betriebskondensator verwendet. Typische Beispiele sind Kompressoren oder Bodenschleifmaschinen. Abgeschaltet werden diese Kondensatoren meist über Fliehkraftschalter.
Betriebkondensatoren sind für den Dauerbetrieb geeignet. Meist erkennbar ist dies an den Buchstaben DB.
Anlaufkondensatoren sind für den Aussetzbetrieb ausgelegt (Kennzeichen AB in %). Bleiben Sie nach Anlaufen am Netz, brennen sie durch.
Auf alten Kondensatoren findet sich teilweise noch die Bezeichnung “Anlaßkondensator”. Um welchen Typ es sich handelt, sehen Sie am Besten an der Bezeichnung AB oder DB.
Einfach gesagt: Hat Ihr Motor nur einen Kondensator, handelt es sich um einen Betriebskondensator, hat er 2 Kondensatoren, ist zusätzlich noch ein Anlaufkondensator angeschlossen.

